Motorola Razr Ultra: das stärkste Flip-Phone mit 5.000-Nit-Display und LOFIC-Kamera
Von Peak Phones · Veröffentlicht

Highlights: Was wirklich neu ist
- Das Razr, das endlich den Flaggschiff-Chip bekommt — Snapdragon 8 Elite, nicht der abgespeckte Snapdragon 8 Gen 5 aus dem buchartigen Razr Fold
- Hellstes Display aller Flip-Phones — ein 7,0″ Innen-pOLED mit 5.000 Nit Spitzenhelligkeit, dazu ein 4,0″ Außendisplay, das ebenfalls mit 165 Hz läuft
- 50-MP-LOFIC-Hauptkamera — Motorolas erste; sie soll laut Hersteller bis zu 6× mehr Dynamikumfang als die Ultra von 2025 erfassen, dazu 8K-Aufnahmen mit Dolby Vision
- Größter Akku in einem Flip-Phone — 5.000 mAh Silizium-Kohlenstoff-Zelle mit 68-W-Kabelladung und 30-W-Drahtlosladung
- Materialien, die kein Konkurrent bietet — PANTONE Orient Blue trägt Alcantara, PANTONE Cocoa echtes Holzfurnier
- Weltweit erstes Flip-Phone mit Corning Gorilla Glass Ceramic auf der Außenseite, dazu IP48-Schutzklasse
- 1.499,99 $ in den USA, 1.299,99 € in Europa als Razr 70 Ultra
- Ein echter Wermutstropfen: nur 3 OS-Updates — mager im Vergleich zu den sieben Jahren, die Samsung und Google inzwischen versprechen
Das stärkste Razr aller Zeiten
Motorola hat seine Flip-Linie 2026 in drei Modelle aufgeteilt — Razr, Razr+ und Razr Ultra — und das Ultra ist das Modell ohne jegliche Einschränkungen. Es wurde am 29. April 2026 vorgestellt, in den USA ab dem 14. Mai zur Vorbestellung angeboten und kam am 21. Mai für 1.499,99 $ in die Läden; der Rest der Welt bekommt dasselbe Gerät als Razr 70 Ultra, das in den folgenden Monaten schrittweise eingeführt wird.
Der interne Kontext ist aufschlussreich. Motorola hat im selben Jahr auch das buchartige Razr Fold vorgestellt, und auf dem Papier wirken beide wie Geschwister — doch das Ultra bekommt still und leise die Hardware, auf die das Fold verzichten musste, angefangen beim Chipsatz. Motorolas Botschaft ist direkt und diesmal zum Großteil verdient — das stärkste Razr aller Zeiten. Ein Klapphandy, das sich nicht mehr dafür entschuldigt, ein Klapphandy zu sein.
Design: Alcantara, Holz und ein Flip-Debüt aus Keramikglas
Zugeklappt ist das Razr Ultra 15,7 mm dick und wiegt 199 g — aufgeklappt verschlankt es sich auf 7,2 mm. Das Gewicht ist die eigentliche Schlagzeile: Für ein Flaggschiff-Klapphandy ist es bemerkenswert leicht und verschwindet in der Hosentasche auf eine Weise, die dem 243 g schweren Razr Fold nie gelingen wird.
Motorola hat sein Designbudget in spürbare Materialien investiert. PANTONE Orient Blue ist in Alcantara mit Mikrogitterwebung gehüllt; PANTONE Cocoa trägt ein echtes Holzfurnier mit sichtbarer Maserung — Oberflächen, die kein konkurrierendes Flip-Phone bietet. Das Deckglas ist die weltweit erste Verwendung von Corning Gorilla Glass Ceramic an einem Klapphandy, und ein titanverstärktes Scharnier faltet das Gerät lückenlos zusammen.
Wasserbeständigkeit nach IP48: In der Praxis übersteht es einen Sturz ins Waschbecken oder einen Spaziergang im Regen — Tauchtiefe bis zu 1,5 m für 30 Minuten — aber die führende 4 als Schutzgrad bedeutet Sicherheit nur gegen feste Partikel größer als 1 mm, sodass es wasserbeständig, aber nicht vollständig staubdicht ist. Gut zu wissen, bevor man es mit an den Strand nimmt.
Displays: 5.000-Nit-Innendisplay und 4-Zoll-Außenscreen mit 165 Hz
Das Innendisplay ist ein 7,0-Zoll-FlexView-LTPO-pOLED mit 1224 × 2992 (22:9), 10-Bit-Farben mit HDR10+ und Dolby Vision, das zwischen 1 und 165 Hz wechselt — und eine Spitzenhelligkeit von 5.000 Nit erreicht, die Motorola als hellstes Innendisplay aller Flip-Phones bezeichnet. Anhand der veröffentlichten Spezifikationsblätter ist dieser Anspruch gerechtfertigt; Innendisplays von Klapphandys sind meist die dunklere, kompromissbehaftete Hälfte des Geräts — dieses hier ist weder das eine noch das andere.
Das Außendisplay ist ein 4,0-Zoll-QuickView-LTPO-pOLED (1272 × 1080) — eines der größten externen Displays an einem Klapphandy — und läuft ungewöhnlicherweise ebenfalls mit 165 Hz bei einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nit. Beide Displays sind 10-Bit und Dolby-Vision-zertifiziert, sodass das kleine kein Anhängsel ist: Apps lassen sich darauf genusstauglich nutzen, Nachrichten beantworten und Fotos einrahmen, ohne das Gerät aufzuklappen.
Performance: diesmal der echte Snapdragon 8 Elite
Hier trennt sich das Ultra vom Rest der Razr-Familie. Es läuft mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite (TSMC 3 nm, Octa-Core der 3. Gen Oryon mit bis zu 4,47 GHz, Adreno 830) — der echten Flaggschiff-Klasse 2026. Das buchartige Razr Fold wurde dagegen mit dem abgespeckten Snapdragon 8 Gen 5 ausgeliefert; den vollwertigen Elite in einen so kompakten Körper zu packen ist das Upgrade, auf das Enthusiasten gewartet haben, und es ist das, was hier am meisten Beachtung verdient.
Der Arbeitsspeicher ist schlicht und großzügig: 16 GB LPDDR5X in allen Varianten, mit 256 GB oder 512 GB UFS-Speicher. Kein mageres Basismodell zieht die Linie nach unten.
Akku und Laden: das größte und schnellstladende Flip-Phone
Das Razr Ultra trägt einen 5.000-mAh-Akku — laut Motorola den größten in einem Flip-Phone — und erreicht das dank einer Silizium-Kohlenstoff-Zelle, der Chemie, die mehr Kapazität auf demselben Raum unterbringt. Nach Jahren, in denen Klapphandys um die 4.000 mAh festhingen, ist das die Zahl, die ein Klapphandy endlich zum vernünftigen Alltagsbegleiter macht.
Das Laden entspricht dem Anspruch: 68-W-TurboPower-Kabelladung (Motorola verspricht eine Tagesladung in etwa acht Minuten), dazu 30-W-Drahtlosladung und Reverse Wireless für Kopfhörer. Wie inzwischen üblich liegt kein Ladegerät in der Box — weder in Europa noch in den USA.
Kameras: LOFIC-Sensor auf der Jagd nach Dynamikumfang
Das Aushängeschild des Ultra ist seine Hauptkamera. Es ist ein 50-MP-Sensor mit LOFIC der nächsten Generation — ein Lateral-Overflow-Design, das deutlich mehr Licht pro Pixel speichert, bevor es übersteuert — kombiniert mit einem f/1,8-Objektiv, einem 1/1,56″-Sensor und OIS. Motorolas Aussage ist konkret: bis zu 6× mehr Dynamikumfang als das Razr Ultra 2025, also hellere Lichter und tiefere Schatten im selben Bild, dazu 8K-Aufnahmen mit Dolby Vision. Bei einem Flip-Phone ist es ein echtes Statement, den Fokus auf Sensor-Hardware statt Softwaretricks zu legen.
Die zweite Rückkamera ist ein 50-MP-Ultraweitwinkel (f/2,0, 122°), der auch als Makroobjektiv fungiert, Selfies liefert eine 50-MP-Innenkamera — die schärfsten Selbstporträts entstehen allerdings mit den beiden Rückkameras und dem Außendisplay als Sucher. Video geht bis zu 8K/30, mit 4K bis zu 120 fps.
Zwei ehrliche Einschränkungen: Es gibt kein Teleobjektiv, jede Vergrößerung ist also digital — der Kompromiss der Klapptelefonform. Und obwohl das Razr Fold dieses Jahr ein DXOMARK Gold Label errungen hat, gehört dieses Ergebnis dem Fold, nicht dem Ultra; das Ultra hat noch keine eigene Kamerawertung, also nach Sensor urteilen, nicht nach Punktzahlen.
Software: Android 16 und moto ai — aber kurze Update-Versprechen
Das Razr Ultra kommt mit Android 16 und Motorolas moto ai-Suite — Catch Me Up, Remember This, Next Move und mehr — ausgelöst durch eine eigene AI Key-Taste, mit Google Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity direkt ab Werk verfügbar. Auch das Außendisplay leistet echte Arbeit: Apps und Kamerasucher laufen ohne Aufklappen des Geräts.
Dann kommt die eine Zahl, die das Gesamtpaket untergräbt: Motorola verpflichtet sich zu 3 OS-Updates und 4 Jahren Sicherheits-Patches. Bei einem 1.499-$-Gerät, in einem Jahr, in dem Samsung und Google beide sieben Jahre versprechen, ist das schwer zu verteidigen — und es ist der klarste Grund zum Zögern vor dem Kauf. Ein so sorgfältig gebautes Gerät verdient Software-Unterstützung, die so lange hält wie die Hardware.
Preis und Verfügbarkeit: 1.499,99 $ in den USA, weltweit als Razr 70 Ultra
In den USA ist das Razr Ultra seit dem 21. Mai für 1.499,99 $ in der 16-GB-+-512-GB-Konfiguration erhältlich, darunter das 256-GB-Modell. International wird es als Razr 70 Ultra vertrieben und rollt in den Monaten nach dem US-Start in Europa und anderen Regionen aus — Motorola staffelt diese Markteinführungen marktweise, sodass Verfügbarkeit und Lieferdaten je nach Land variieren.
Die europäische Preisgestaltung liegt bei 1.299,99 €, in Großbritannien bei 1.199,99 £ — was nach Steuer und Umrechnung den US-Aufkleber tatsächlich unterbietet. In keinem Markt liegt ein Ladegerät in der Box, und wie bei jedem Flaggschiff wird der Straßenpreis des Ultra mit Einführungsaktionen unter die UVP sinken.






Die wichtigsten Daten
- Hauptdisplay
- 7.0″ + 4.0″ pOLED
- Chipsatz
- Snapdragon 8 Elite
- Akku
- 5000 mAh Si/C
- Abmessungen (gefaltet)
- 15.7 mm
- IP-Zertifizierung
- IP48
- Hauptkamera
- 50 MP LOFIC + 50 MP
Das gefällt uns
- Flaggschiff-Snapdragon 8 Elite — der Chip, den das buchartige Razr Fold nicht bekam
- Hellstes Innendisplay aller Flip-Phones (5.000 Nit) und ein 4-Zoll-Außenscreen mit 165 Hz
- 50-MP-LOFIC-Hauptkamera mit großem Dynamikumfang-Sprung und 8K Dolby Vision
- Größter Akku in einem Flip-Phone (5.000 mAh) mit 68-W-Kabelladung und 30-W-Drahtlosladung
- Echte Premium-Oberflächen aus Alcantara und Echtholz; weltweite Premiere von Gorilla Glass Ceramic am Flip-Phone
- Leicht für die Kategorie — 199 g
Das könnte besser sein
- Nur 3 OS-Updates + 4 Jahre Sicherheits-Patches — zu wenig für ein 1.500-$-Flaggschiff
- Kein Teleobjektiv; alle Vergrößerungen sind digital
- USB-C auf Datentransfer mit 2.0-Geschwindigkeit begrenzt
- IP48 ist wasserbeständig, aber nicht vollständig staubdicht
- Kein Ladegerät im Lieferumfang
- Europa bekommt es später, als Razr 70 Ultra
Fazit
Das Razr Ultra ist das Flip-Phone, das Motorolas Fans eingefordert haben: der echte Flaggschiff-Chip, das hellste Display und der größte Akku der Kategorie, dazu eine Kamera, die endlich mit Sensor-Hardware statt Marketing punktet. Die Alcantara- und Echtholz-Oberflächen fühlen sich nach nichts anderem auf dem Smartphone-Markt an. Vom lupenreinen Triumph trennt es das Software-Engagement — drei OS-Updates sind bei 1.500 $ schwer zu verzeihen, wenn die Konkurrenz sieben verspricht — und das fehlende Teleobjektiv. Wer das am besten gebaute, schnellstladende und hellste Flip-Phone auf dem Markt will und ohnehin alle zwei Jahre wechselt, greift hier zu; wer ein Gerät langfristig nutzt, sollte die Update-Politik als entscheidenden Faktor einkalkulieren.
Motorola Razr Ultra
mediamarkt.de
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Quellen
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