Xiaomi 17 Ultra wird global · Zoom-Tele von 75 bis 100 mm und 1-Zoll-Sensor für 1.499 €
Von Peak Phones editorial desk · Veröffentlicht · Aktualisiert
Video-Review
I took 2,000 photos with the XIAOMI 17 Ultra. Here's what I think. 🤔
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Highlights: was wirklich neu ist
- 200-MP-Leica-Tele mit echtem mechanischem optischem Zoom von 75–100 mm: Die Linsengruppen bewegen sich physisch, die Ausgabe bleibt über den gesamten Bereich nativ bei 200 MP, und ein Sensor-Crop erreicht eine Brennweite von 400 mm (17,2× äquivalent)
- Erstes Leica-APO-zertifiziertes Xiaomi-Flaggschiff, mit 3 maßgefertigten Glaselementen gegen Farbsäume
- Erster 1-Zoll-Sensor mit LOFIC-HDR (Light Fusion 1050L): 6,3-fache Full-Well-Kapazität der vorherigen 1-Zoll-Generation und der erste 1-Zoll-LOFIC überhaupt in einem Smartphone (auch das Motorola Razr Ultra nutzt LOFIC, aber auf einem kleineren 1/1,56″-Sensor)
- Dünnstes und leichtestes Xiaomi Ultra aller Zeiten – 8,29 mm, 218,4 g, komplett flaches Gehäuse
- IP68, getestet bis 6 m Tiefe, viermal tiefer als die 1,5 m, mit denen sich jedes andere Telefon begnügt
- Xiaomi Surge Battery mit 16 % Silizium – 6.000 mAh, 90 W kabelgebunden, 50 W kabellos, und die vollen 90 W laufen auch über universelles PD-PPS
- Debüt des Xiaomi HyperRGB OLED – Schärfe auf 2K-Niveau bei geringerem Verbrauch als typische 1,5K-Panels, 3.500 Nits Spitzenhelligkeit
- Dolby Vision und ACES Log in 4K mit 120 fps auf Haupt- und Telekamera
Von Peking nach Barcelona: Leica steckt im Design
Xiaomi stellte das 17 Ultra am 25. Dezember 2025 in China vor und brachte es am 28. Februar 2026 in Barcelona auf die globale Bühne, am Vorabend der MWC. Der Launch war zugleich ein Statement zur Leica-Partnerschaft: Die beiden Unternehmen haben ihre gemeinsame Entwicklung zu einem „Strategic Co-creation Model“ ausgebaut, und das 17 Ultra ist dessen erstes Produkt.
Dasselbe Event brachte eine Kuriosität hervor, wie man sie selten sieht: das Leica Leitzphone powered by Xiaomi (1.999 €), ein von Leica gestaltetes Schwestermodell mit geriffeltem Camera-Ring-Drehrad, gebaut zum 100. Jubiläum der Marke und das erste Leitzphone, das je außerhalb Japans verkauft wird. Für die meisten Käufer zählt aber das 17 Ultra selbst: Neben dem OPPO Find X9 Ultra und dem vivo X300 Ultra trägt es eine der kompromisslosesten Kameras des Jahres 2026 – jedes der drei auf eigene Weise stark, Xiaomi beim 1-Zoll-Sensor, vivo bei seinen ZEISS-Objektiven –, und das zu einem Preis, den Xiaomi demonstrativ nicht angehoben hat.

Design und Verarbeitung: das dünnste Ultra, getestet in 6 Metern Tiefe
Die Ultras waren bislang die wuchtigen Mitglieder der Xiaomi-Familie. Dieses misst 162,9 × 77,6 × 8,29 mm bei 218,4 g (219 g in Starlit Green), das dünnste und leichteste Xiaomi Ultra bis heute, mit komplett flachem Gehäuse, einem leicht gewölbten Rahmen aus Aluminiumlegierung, einer hochfesten Fiberglas-Rückseite und einem sichtbar kleineren, höher platzierten Kamerakreis als im Vorjahr.
Auch bei der Haltbarkeit gibt es konkrete Zahlen. Xiaomi Shield Glass 3.0 soll 30 % sturzfester sein als das Glas des 15 Ultra, und die IP68-Einstufung wurde bei 6 Metern Süßwasser über 30 Minuten geprüft, während die meisten Flaggschiffe nur 1,5 m zertifizieren. Das ist ein Wert, der mehr als ein Pflichthäkchen ist: eine weit höhere Wasserdichtigkeit als die üblichen 1,5 m, die am Wasser für echte Gelassenheit sorgt. Ein regionaler Unterschied: Die chinesische Version trägt zusätzlich die Zertifizierungen IP66 und IP69 für Hochdruckstrahlen.
Die globalen Farben sind White, Black und Starlit Green, ein funkelndes Tiefgrün, das eindeutig das Aushängeschild des Launches ist. Eine vierte Farbe, Purple, behält China für sich. Die große runde Insel sitzt mittig auf der Rückseite, sodass das Telefon plan auf dem Tisch aufliegt und beim Tippen nicht wackelt.
Display: HyperRGB, Xiaomis Antwort auf das Dilemma aus Auflösung und Akkulaufzeit
Das 6,9-Zoll-Panel feiert das Debüt von Xiaomi HyperRGB, einem neu gestalteten OLED-Subpixel-Layout auf dem maßgeschneiderten M10-Panel. Xiaomis Versprechen ist konkret: Schärfe auf dem Niveau von 2K-Displays bei einem Verbrauch unterhalb eines typischen 1,5K-Panels. Die nominale Auflösung beträgt 2608 × 1200 mit 12-Bit-Farbe, dazu eine LTPO-Bildwiederholrate von 1–120 Hz und 3.500 Nits Spitzenhelligkeit in mehreren Szenarien.
Um augenschonende Darstellung kümmert sich DC-Dimming statt hochfrequentem PWM, mit den TÜV-Rheinland-Zertifikaten Flicker Free, Low Blue Light (Hardware) und Circadian Friendly. HDR10+ und Dolby Vision sind beide an Bord, und die Front schützt dasselbe Shield Glass 3.0 wie das Gehäuse.
Leistung: Elite Gen 5 mit verdoppeltem Kühlkreislauf
Wie jedes 2026er-Flaggschiff, das den Namen verdient, läuft das 17 Ultra mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3 nm, 2 × 4,6 GHz Prime-Kerne, Adreno 840). Xiaomi kombiniert ihn in den globalen Ausführungen ausschließlich mit 16 GB LPDDR5X und 512 GB oder 1 TB UFS-4.1-Speicher, und nur China bekommt ein günstigeres Basismodell mit 12 GB.
Die Kühlung übernimmt das Xiaomi 3D Dual-Channel IceLoop-System, dessen neue Kapillarstruktur die Wärmeleitfähigkeit um 50 % gegenüber der Vorgängergeneration verbessert. Das ist genau deshalb wichtig, weil lange Aufnahmesessions in 4K mit 120 fps das Paradestück dieses Telefons sind.
Akku und Laden: 16 % Silizium und universelle 90 W
Die Xiaomi Surge Battery setzt für ihre Energiedichte auf branchenführende 16 % Siliziumanteil und bringt so 6.000 mAh in dem 8,29-mm-Gehäuse unter. Geladen wird mit 90 W kabelgebunden und 50 W kabellos per HyperCharge, und, ungewöhnlich und sehr lobenswert, die vollen 90 W funktionieren auch über Standard-PD-PPS, sodass fast jedes moderne USB-C-Ladegerät das Höchsttempo erreicht, statt einen an ein einziges proprietäres Netzteil zu binden. Auch abgeben kann es Energie: 10 W kabelloses Reverse-Laden füllen Ohrhörer oder eine Uhr nach, die auf der Rückseite liegen, dazu 22,5 W kabelgebundenes Reverse-Laden für Zubehör.
Zwei ehrliche Einschränkungen relativieren die Zelle selbst. Mit 6.000 mAh zählt sie zu den kleineren Akkus unter den aktuellen Kamera-Flaggschiffen: Das OPPO Find X9 Ultra packt 7.050 mAh ein und das vivo X300 Ultra 6.600 mAh. Und einen regionalen Unterschied sollte man kennen: Chinesische Geräte fassen 6.800 mAh, 800 mAh mehr als die globalen. Die branchenübliche Erklärung ist das Luftfrachtrecht, da Lithiumzellen oberhalb bestimmter Energiegrenzen als Gefahrgut gelten und je Markt eine zusätzliche Zertifizierung brauchen, weshalb die Hersteller außerhalb Chinas eine konservativere Zelle verbauen. Offiziell bestätigt hat das allerdings kein Hersteller, Xiaomi eingeschlossen.
Kameras: ein 200-MP-Tele, das mechanisch zoomt
Das rückseitige System ist eine einzige Leica-Objektiveinheit: VARIO-APO-SUMMILUX 1:1.67–2.9 / 14–100 ASPH. Drei Kameras decken 14 bis 100 mm ab, und was am langen Ende sitzt, hat 2026 keine Entsprechung.
Das 200-MP-Leica-Tele zoomt optisch und mechanisch von 75 auf 100 mm – seine zweite und dritte Linsengruppe bewegen sich physisch, um die Brennweite zu ändern, wie bei einem echten Zoomobjektiv, sodass ein eng gerahmtes Brustporträt oder ein Rückzug auf einen Halbkörper-Ausschnitt die vollen 200 MP des 1/1,4″-Sensors über den gesamten Bereich nativ hält, ganz ohne Crop-Tricks. Ein Sensor-Crop verlängert die Reichweite dann auf 400 mm (17,2×) äquivalent, weit genug, um eine Bühnenkünstlerin oder ein entferntes Gebäude bildfüllend einzufangen. Die Optik holte sich Xiaomis erste Leica-APO-Zertifizierung, mit drei maßgefertigten Glaselementen, die jede Farbe im selben Brennpunkt bündeln und so die violetten und grünen Farbsäume ausmerzen, die man sonst an kontrastreichen Kanten sieht.
Bei der Brennweite lohnt sich Genauigkeit: Das OPPO Find X9 Ultra hat ein echtes 10×-Periskop bei rund 230 mm, reicht rein optisch also weiter als Xiaomis 75–100-mm-Glas. Was Xiaomi stattdessen für sich hat, ist das einzige durchgängig und mechanisch zoomende 200-MP-Tele, gepaart mit der ersten 1-Zoll-LOFIC-Hauptkamera. Diese Kombination, nicht die längste Reichweite, ist seine Besonderheit.
Die Hauptkamera ist Xiaomis erster 1-Zoll-LOFIC-Sensor, der Light Fusion 1050L bei 23 mm, f/1,67 mit OIS. Ein so großer 1-Zoll-Sensor mit einer Blende von f/1,67 sammelt mehr Licht, sodass Fotos sauberer bleiben, sobald die Sonne untergegangen ist. Die Kondensator-Technik von LOFIC verleiht ihm die 6,3-fache Full-Well-Kapazität der vorherigen 1-Zoll-Generation, sodass jedes Pixel weit mehr Licht aufnimmt, bevor es überläuft – die Kamera bewahrt Lichter ohne Ausfressen und Schatten mit Details, selbst in hartem Gegenlicht und in Nachtszenen. Komplettiert wird das Set von einem 50-MP-Ultraweitwinkel (14 mm, 115°), weit genug für einen ganzen Raum oder eine hohe Fassade, und einer scharfen 50-MP-Selfiekamera mit Autofokus, die das Gesicht knackig hält, ob das Telefon auf Armlänge oder weiter weg an einem Stick sitzt.
Das Video ist vielleicht der kühnste Teil des Pakets: Aufnahme in Dolby Vision oder ACES Log mit bis zu 4K 120 fps auf der Haupt- und der Telekamera – ACES Log behält den maximalen Farb- und Dynamikumfang für die spätere Farbkorrektur, so wie es Filmproduktionen handhaben –, dazu 8K mit 30 fps und Zeitlupe mit bis zu 1.920 fps, die einen Sekundenbruchteil in flüssige, gedehnte Aufnahmen streckt. Für Enthusiasten ergänzt das Photography Kit (99,99 €) einen Griff, eine Handschlaufe und einen zweistufigen Auslöser, während das Kit Pro (199,99 €) einen Griff im Leica-Stil aus PU-Leder mit eingebautem 2.000-mAh-Akku mitbringt.
Software: HyperOS 3 reicht dem iPhone die Hand
Das 17 Ultra wird mit Xiaomi HyperOS 3 und der HyperAI-Suite ausgeliefert, darunter AI Writing, AI Interpreter, AI Search und ein AI Creativity Assistant, plus Googles Gemini und Circle to Search ab Werk. Käufer in berechtigten Märkten erhalten ein großzügiges Starterpaket: 3 Monate Google AI Pro mit 2 TB Cloud-Speicher, 3 Monate YouTube Premium und 4 Monate Spotify Premium ohne Aufpreis.
Der leise beeindruckende Teil ist Xiaomi HyperConnect – Dateifreigabe und ein Multicam-Setup über Geräte hinweg, dazu ökosystemübergreifende Funktionen, die ausdrücklich Apple-Hardware einschließen, bis hin zur Spiegelung für iPhone- und Mac-Nutzer. Xiaomi will offensichtlich Umsteiger gewinnen, nicht nur Aufrüster. Eine Lücke, die man erwähnen muss: Das offizielle Datenblatt nennt keinerlei Update-Zusage fürs Betriebssystem, ein Bereich, in dem Samsungs Sieben-Jahres-Versprechen den Maßstab setzt.

Preis und Verfügbarkeit: das günstigste der drei
Das Xiaomi 17 Ultra wird global in den Konfigurationen 16 GB + 512 GB und 16 GB + 1 TB verkauft, ab 1.499 € (≈ 1.750 $ vor lokalen Steuern), exakt dort, wo das 15 Ultra ein Jahr zuvor startete, was in einem Jahr steigender Speicherpreise als Statement durchgeht. Es unterbietet zudem die Kamera-Flaggschiffe, die seinem Anspruch am nächsten kommen: Das vivo X300 Ultra startet bei 1.999 € und das OPPO Find X9 Ultra bei rund 1.749 €, womit das 17 Ultra das günstigste der drei ist, um mehrere Hundert Euro.
China behält wie üblich ein bisschen extra für sich: eine günstigere Basisversion mit 12 GB + 512 GB für ¥6.999 (≈ 850 € / 980 $ vor Steuern), die Farbvariante Purple und den 6.800-mAh-Akku. Das Leica Leitzphone powered by Xiaomi kostet 1.999 € in Schwarz mit 1 TB. Eine offizielle US-Verfügbarkeit gibt es nicht, da Xiaomi in den Vereinigten Staaten weiterhin keine Telefone verkauft.
Wir aktualisieren diesen Artikel, falls sich offizielle Preise ändern oder neue Märkte hinzukommen.

Die wichtigsten Daten
- Hauptdisplay
- 6.9″ HyperRGB OLED
- Chipsatz
- Snapdragon 8 Elite Gen 5
- Akku
- 6000 mAh
- Teleobjektiv
- 200 MP 75–100 mm · 17.2× in optischer Qualität
- IP-Zertifizierung
- IP68 (6 m)
- Kabelgebundenes Laden
- 90 W
Das gefällt uns
- 200-MP-Leica-APO-Tele zoomt mechanisch von 75 auf 100 mm und bleibt über den gesamten Bereich nativ bei 200 MP
- Erster 1-Zoll-LOFIC-Sensor: 6,3-fache Full-Well-Kapazität für extremen Dynamikumfang
- Dolby-Vision-/ACES-Log-Video in 4K 120 fps auf Haupt- und Telekamera
- Dünnstes, leichtestes Ultra bisher (8,29 mm, 218,4 g) mit IP68, getestet bis 6 m, weit über die üblichen 1,5 m hinaus
- 90-W-Laden funktioniert auch über universelles PD-PPS, ein proprietäres Netzteil ist nicht nötig
- 16 GB RAM serienmäßig in jeder globalen Konfiguration
- Startpreis von 1.499 € unterbietet die nächsten Kamera-Flaggschiffe
Das könnte besser sein
- Globaler Akku kleiner als der chinesische (6.000 statt 6.800 mAh)
- Mit 6.000 mAh kleiner als bei mehreren konkurrierenden Kamera-Flaggschiffen
- Keine Update-Zusage im offiziellen Datenblatt, während die Konkurrenz sieben Jahre verspricht
- Optische Brennweite hinter Rivalen mit echtem 10×-Periskop
- Violette Farbvariante und die günstigere 12-GB-Version bleiben China vorbehalten
- Keine Verfügbarkeit in den USA
Fazit
Das Xiaomi 17 Ultra ist das kompromissloseste Kamera-Smartphone des Frühjahrs 2026, und das mit deutlichem Vorsprung: Ein mechanisch zoomendes 200-MP-Leica-APO-Tele und ein 1-Zoll-LOFIC-Sensor sind Hardware, die sonst niemand liefert, zu keinem Preis. Die Zoom-Schlagzeile braucht allerdings eine Einschränkung, und der Text macht sie deutlich: Die eigentliche Besonderheit ist ein Teleobjektiv, das über den gesamten Bereich von 75 bis 100 mm native 200 MP hält, nicht die längste optische Brennweite. Diesem Anspruch stellt Xiaomi durchdachte technische Entscheidungen zur Seite, darunter universelles PD-PPS-Schnellladen, eine Wasserdichtigkeit bis 6 Meter und 16 GB in jeder Variante, und hält das Preisschild bei 1.499 €, exakt wie vor einem Jahr. Die Schwächen liegen bei Software und Akku: keine erklärte Update-Zusage und mit 6.000 mAh (6.800 in China) eine der kleineren Zellen dieser Klasse. Wer den Kauf an der Fotografie festmacht, findet dieses Jahr kaum etwas Vergleichbares; wer auf Software-Langlebigkeit setzt, sollte sich anderswo genauer umsehen.
Xiaomi 17 Ultra
EU
mi.com
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Quellen
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