Motorola Razr Fold: Das erste Book-Style-Razr kommt mit der besten Foldable-Kamera am Markt
Von Peak Phones · Veröffentlicht

Video-Review
Motorola Razr Fold Review: Edge Case
MrMobile [Michael Fisher]
Highlights: Was wirklich neu ist
- Motorolas erstes Book-Style-Foldable — die Razr-Familie wächst endlich über Flip-Phones hinaus
- Beste Foldable-Kamera laut DXOMARK — 164 Punkte und das Gold Label: weltweit die Nummer 1 unter den Foldable-Kamerasystemen
- Dreifach-50-MP-System auf der Rückseite — Sony LYTIA 828 als Hauptkamera, 3-fach optisches Periskop-Tele mit bis zu 100× Super Zoom Pro
- Hellstes inneres Foldable-Display — 8,1″ 2K LTPO pOLED mit 6.200 Nits Spitzenhelligkeit; das 6,6″-Außendisplay läuft mit 165 Hz
- 6.000-mAh-Silizium-Karbon-Akku — der größte in einem in den USA verkauften Foldable, mit 80 W kabelgebunden und 50 W kabellos
- Weltweit erstes Smartphone mit Corning Gorilla Glass Ceramic 3 — dazu Schutz gegen Untertauchen und Hochdruck-Wasserstrahlen
- Unterstützung für den Stylus moto pen ultra — in Europa in der Box enthalten
- Stereo-Lautsprecher mit Sound by Bose — das einzige Foldable mit Bose-Abstimmung
- 1.899,99 $ / 1.999 € — unterbietet den Launch-Preis des Galaxy Z Fold7 bei doppeltem Speicher
Das Razr öffnet sich endlich wie ein Buch
Seit 2019 stand der Name Razr für genau eine Sache: Flip-Phones. Diese Ära endete am 2. März 2026, als Motorola das Razr Fold auf dem MWC in Barcelona vollständig enthüllte — sein erstes Book-Style-Foldable, zwei Monate zuvor auf der Lenovo Tech World während der CES angeteasert. In den USA läuft der Verkauf seit dem 21. Mai zu 1.899,99 $, und Europa wurde offiziell zur ersten internationalen Welle erklärt: Das Smartphone ist ab sofort in Motorolas europäischen Stores auf Lager.
Motorola ist die letzte große Foldable-Marke, die in die Großbildschirm-Kategorie einsteigt — und verdient Anerkennung dafür, nicht mit einem Me-too-Gerät anzutreten: Statt sich am Wettrennen um das dünnste Gehäuse zu beteiligen, hat sich Motorola die zwei Schlachten ausgesucht, die wohl mehr zählen — Kameraqualität und Preis. Das Ergebnis ist das erste Foldable mit DXOMARKs Gold Label, verkauft für weniger, als Samsung für ein Galaxy Z Fold7 mit halbem Speicher verlangt.

Design und Verarbeitung: ein Weltpremieren-Glas und ein Scharnier wie aus dem Uhrenbau
Zusammengeklappt misst das Razr Fold 9,9 mm; aufgeklappt sind es nur noch 4,6 mm. Das sind ehrliche, konkurrenzfähige Werte — Rekorde sind es aber nicht: Das Galaxy Z Fold7 ist mit 8,9 mm gefaltet schlanker, und mit 243 g ist das Motorola auch spürbar schwerer als Samsungs 215 g. Die zusätzlichen Gramm spürt man; was man dafür bekommt, sind ein deutlich größerer Akku und eine Periskop-Kamera.
In die Haltbarkeit hat Motorola sein Ingenieursbudget gesteckt. Die Rückseite ist die weltweit erste Anwendung von Corning Gorilla Glass Ceramic 3, dem Corning eine über 75 % bessere Sturzfestigkeit als der ersten Keramikglas-Generation bescheinigt. Ein präzisionsgefrästes Tropfenform-Scharnier aus Edelstahl schließt das Smartphone komplett flach, und unter dem Innendisplay sitzt eine Titanplatte. Der Wasserschutz umfasst IP48 und IP49: 30 Minuten Untertauchen in bis zu 1,5 m Süßwasser plus Schutz gegen kraftvolle Hochtemperatur-Wasserstrahlen — eine Schutzklasse, an die die meisten Foldables weiterhin nicht herankommen. Ein ehrlicher Vorbehalt: Die „4“ an erster Stelle bedeutet, dass das Gerät nur gegen Fremdkörper über 1 mm geschützt und nicht vollständig staubdicht ist.
Die beiden Farbvarianten sind wirklich eigenständig: PANTONE Blackened Blue trägt ein gewebtes Diamant-Piqué-Finish, PANTONE Lily White eine seideninspirierte Oberfläche mit sanftem Schimmer. Dazu gibt es eine Edition FIFA World Cup 26 Collection mit erhabener Punktstruktur und dem Turnierlogo aus Edelstahl mit 24-karätiger Vergoldung.

Displays: der hellste Innenbildschirm aller Foldables — und 165 Hz außen
Innen sitzt ein 8,1 Zoll großes LTPO pOLED mit 2484 × 2232 Pixeln (2K), 120 Hz Bildwiederholrate, 10-Bit-Farben und HDR10+ — und einer Spitzenhelligkeit von 6.200 Nits, womit es laut Motorola das hellste Innendisplay aller Foldables am Markt ist. Geht man nach den veröffentlichten Datenblättern, beansprucht derzeit kein Konkurrent mehr — und das Lob ist verdient: Die Innenbildschirme von Foldables waren historisch die dunklere Hälfte des Pakets.
Das 6,6-Zoll-Außendisplay ist ebenfalls ein LTPO pOLED (2520 × 1080, 21:9), geschützt vom selben Gorilla Glass Ceramic 3 — und es läuft mit 165 Hz, einem Gaming-Monitor-Wert, den das Außendisplay keines anderen Book-Style-Foldables erreicht. Die Spitzenhelligkeit liegt dort bei 6.000 Nits. Beide Bildschirme funktionieren mit dem Stylus moto pen ultra, inklusive Druckempfindlichkeit, Neigungserkennung und Hover-Unterstützung.
Leistung: Snapdragon 8 Gen 5 mit Flüssigkeitskühlung
Im Razr Fold arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Gen 5 (TSMC 3 nm, acht Kerne mit bis zu 3,8 GHz, Adreno-A829-GPU), gekühlt von einem Flüssigkeitskühlsystem. Zur genauen Einordnung: Das ist Qualcomms Flaggschiff-Plattform für 2026, aber nicht die oberste Elite-Stufe, mit der das HONOR Magic V6 ausgeliefert wird — bei diesem Preis hätten wir uns den Elite gewünscht, auch wenn der Unterschied im Alltag eher akademischer Natur als spürbar ist.
Beim Speicher ist alles großzügig und simpel: Jedes globale Gerät kombiniert 16 GB LPDDR5X mit 512 GB UFS-4.1-Speicher — eine abgespeckte Basiskonfiguration gibt es nicht. Motorola erwähnt bis zu 1 TB für ausgewählte Märkte; in der Praxis ist diese Konfiguration derzeit China vorbehalten.
Akku und Laden: 6.000 mAh und 50 W ganz ohne Kabel
Im Razr Fold steckt ein 6.000-mAh-Akku mit Silizium-Karbon-Anode — der größte in einem in den USA verkauften Foldable, wie Motorolas eigene Fußnote sorgfältig eingrenzt. Global gehört die Krone weiterhin dem HONOR Magic V6 mit seinen 6.660 mAh; aber 6.000 mAh in ein Gehäuse zu quetschen, das sich auf 4,6 mm aufklappt, ist eine ernsthafte Leistung — und sie blamiert die 4.400 mAh des Galaxy Z Fold7. Motorola verspricht über 43 Stunden mit einer Ladung.
Geladen wird für die Kategorie richtig schnell: 80 W kabelgebundenes TurboPower liefert mehr als 12 Stunden Nutzung in 12 Minuten, und 50 W kabellos schlägt die Kabel-Ladegeschwindigkeit etlicher Konkurrenz-Flaggschiffe — ein Wert, den man bei einem Foldable feiern darf. Für Zubehör gibt es 5 W kabelgebundenes Reverse Charging. Wie inzwischen üblich liegt kein Ladegerät in der Box — weder in der EU noch in den USA.
China bekommt dieselbe Hardware in anderem Gewand: Die von Lenovo verkaufte China-Version tauscht die Farben gegen Pearl White und Ink Black und ergänzt die Konfiguration mit 16 GB + 1 TB, die die globalen Märkte nicht bekommen.

Kameras: DXOMARKs erstes Gold Label für ein Foldable
Das ist der Abschnitt, um den herum Motorola dieses Smartphone gebaut hat. Das rückseitige System ist ein Dreifach-50-MP-Setup: Die Hauptkamera nutzt den neuen Sony LYTIA 828 — mit 1/1,28″ Motorolas bislang größter 50-MP-Sensor — mit f/1,6-Blende, 2,44 µm großen Binning-Pixeln, OIS und Pantone-validierten Farben. Das 50-MP-Periskop-Tele (Sony LYTIA 600, f/2,4, OIS) zoomt 3-fach optisch und reicht mit Super Zoom Pro, Motorolas KI-gestütztem Fernbereichsmodus, bis zu 100× — wobei man im Kopf behalten sollte: Alles jenseits von 3× ist rechnerisch, nicht optisch. Die 50-MP-Ultraweitwinkelkamera deckt ein Sichtfeld von 122,1° ab und dient zugleich als Makrokamera mit Fokus ab 3,5 cm.
Selfies liefern eine 32-MP-Innenkamera und eine 20-MP-Kamera im Außendisplay, Videos gehen bis 8K/30 mit Dolby Vision (4K mit bis zu 60 fps).
Die Belege: DXOMARK bewertete das Razr Fold mit 164 Punkten, verlieh ihm das Gold Label und den Titel der besten je in einem Foldable getesteten Kamera — Nummer 1 unter den Foldables weltweit, Nummer 2 unter allen Smartphones in Nordamerika und Top 10 global. Zur Einordnung: Das Galaxy Z Fold7 steht im selben Ranking bei 145 Punkten. Für eine Marke, deren Flaggschiffe den Kamera-Bestenlisten selten gefährlich wurden, ist das die größte Ansage im Datenblatt des Razr Fold.
Software: Android 16, sieben Jahre Updates und eine AI-Taste
Das Razr Fold wird mit Android 16 ausgeliefert und verspricht sieben OS-Upgrades sowie bis zu sieben Jahre Sicherheitsupdates ab dem globalen Launch-Datum — gleichauf mit Samsung und Google, womit Motorola die Lücke schließt, die früher seine größte Schwäche war. Lob, wo es hingehört: Genau diese Update-Politik sollte ein 1.900-Dollar-Smartphone haben.
Die KI-Geschichte ist ungewöhnlich breit aufgestellt. moto ai bringt Catch Me Up (Benachrichtigungszusammenfassungen), Remember This, Recall, Image Studio und Next Move mit, ausgelöst über eine dedizierte AI Key-Taste — und Motorola sichert sich nach allen Seiten ab, indem es Google Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity nebeneinander ausliefert. Beim Multitasking auf dem großen Bildschirm laufen bis zu drei Apps gleichzeitig mit Swipe to Split, dazu kommen Zelt- und Laptop-Modus, die das Scharnier als Ständer nutzen; über USB-C lässt sich per DisplayPort 1.2 ein externer Monitor ansteuern.
Der Stylus moto pen ultra (mit eigenem Lade-Etui) ergänzt druckempfindliches Skizzieren, Sketch-to-Image-Generierung und Notizen — in Europa in der Box enthalten, in den USA separat erhältlich.

Preis und Verfügbarkeit: auf Lager in den USA und in ganz Europa
In den USA ist das Razr Fold seit dem 21. Mai für 1.899,99 $ in der einzigen Konfiguration mit 16 GB + 512 GB erhältlich (vor Steuern grob 1.680 €) — 100 $ unter dem Launch-Preis des Galaxy Z Fold7, bei doppeltem Speicher.
Europa war die erste internationale Welle, und das Smartphone ist in Motorolas eigenen Stores ab sofort auf Lager: 1.999 € UVP (Deutschland 1.999,99 €, Spanien 1.999 €, Italien 1.998,99 €) sowie 1.799,99 £ in Großbritannien — bei jedem europäischen Gerät liegt der moto pen ultra bei, dazu Launch-Geschenke wie die moto buds loop und eine moto watch. Ein regionaler Unterschied sticht heraus: Frankreich zahlt 2.199 €, 200 € mehr als der deutsche Preis in Motorolas eigenem Store — und Motorola hat nicht erklärt, warum.
Die Straßenpreise rutschen bei großen Händlern in Launch-Aktionen bereits unter die UVP — den vollen Listenpreis zu zahlen, erfordert also schon etwas Mühe. Die Edition FIFA World Cup 26 Collection kostet in Motorolas offiziellen Stores dasselbe wie die Standardfarben.

Die wichtigsten Daten
- Hauptdisplay
- 8.1″ + 6.6″ pOLED
- Chipsatz
- Snapdragon 8 Gen 5
- Akku
- 6000 mAh Si/C
- Abmessungen (gefaltet)
- 9.89 mm
- IP-Zertifizierung
- IP48 + IP49
- Hauptkamera
- 50 MP + 50 MP + 50 MP
Das gefällt uns
- Beste Foldable-Kamera am Markt laut DXOMARK (164 Punkte, Gold Label) — Dreifach-50-MP mit 3-fach-Periskop
- Hellstes Innendisplay aller Foldables (6.200 Nits) und ein 165-Hz-Außendisplay
- 6.000-mAh-Silizium-Karbon-Akku mit 80 W kabelgebundenem und 50 W kabellosem Laden
- Weltpremiere für Gorilla Glass Ceramic 3, Titanplatte unterm Display, Schutz gegen Untertauchen und Wasserstrahlen
- Unterbietet das Galaxy Z Fold7 bei doppeltem Speicher, und in der EU-Box liegt der moto pen ultra bei
- Sieben OS-Upgrades und sieben Jahre Sicherheitsupdates
- Lautsprecher mit Sound by Bose — einzigartig unter Foldables
Das könnte besser sein
- 243 g und 9,9 mm gefaltet — schwerer und dicker als Galaxy Z Fold7 und HONOR Magic V6
- Snapdragon 8 Gen 5 statt der Elite-Stufe, die Konkurrenten zu diesem Preis verbauen
- IP48/IP49 schützt hervorragend vor Wasser, aber vollständig staubdicht ist das Gerät nicht
- Optischer Zoom endet bei 3× — alles darüber ist KI-gestützt digital
- In keinem Markt liegt ein Ladegerät in der Box
- Frankreich zahlt in Motorolas eigenem Store 200 € mehr als Deutschland
Fazit
Motorolas erstes Book-Style-Foldable versucht gar nicht erst, das Wettrennen um das dünnste Gehäuse zu gewinnen — es gewinnt zwei andere. Es hat die nach DXOMARKs Maßstab beste Kamera, die je in einem Foldable steckte, und das aggressivste Preis-Speicher-Verhältnis der Kategorie, flankiert von einem 6.000-mAh-Akku, dem hellsten Innendisplay am Markt und sieben Jahren Updates. Die 243 g Gewicht und der Nicht-Elite-Chip sind die ehrlichen Kompromisse. Wer das leichteste Foldable will, kauft woanders; wer das Foldable will, das die besten Fotos schießt und dabei das wenigste Flaggschiff-Geld kostet, für den ist das erste Razr Fold — bemerkenswert für einen Erstversuch — die neue Messlatte.
Motorola Razr Fold
mediamarkt.de
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Quellen
- Motorola — official MWC launch press release
- Motorola — Razr Fold claims the title of #1 foldable camera system according to DXOMARK
- Motorola Razr Fold — official US product page and specifications
- Motorola Razr Fold — official UK product page
- Motorola Germany — Razr Fold store page (EU pricing)
- Motorola support — Razr Fold water and dust protection (IP48/IP49)
- Motorola — Lenovo Tech World 2026 announcement (CES teaser)
- DXOMARK — Motorola Razr Fold camera test (score 164)
- Samsung — Galaxy Z Fold7 official specifications (comparison figures)
- Lenovo China — moto razr fold product page (China version)
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