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HONOR Magic8 Pro · 200-MP-Periskop, Riesenakku und ein Haken für Europa

Von Peak Phones editorial desk · Veröffentlicht · Aktualisiert

Highlights: das ist wirklich neu

  • 200-MP-Ultra-Night-Periskop-Teleobjektiv – 3,7-facher optischer Zoom (85 mm), bis zu 200-fach digital, Stabilisierung nach CIPA 6,5. Das ist einer der größten Tele-Sensoren (1/1,4″) in einem Smartphone überhaupt, auch wenn für die reine Distanz das OPPO Find X9 Ultra mit einem echten 10-fachen optischen Periskop weiter reicht
  • Größter Magic-Pro-Akku bisher – 7.100 mAh Silizium-Karbon laut globalem Datenblatt (6.270 mAh in der EU-/UK-Ausführung)
  • 100 W per Kabel und 80 W kabellos mit HONOR SuperCharge
  • Dreifache Einstufung nach IP68, IP69 und IP69K – eine Premiere in der Magic-Reihe
  • 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor plus 3D-ToF-Gesichtsentsperrung – laut HONOR „das einzig wahre“ Smartphone, das beides bietet
  • Dedizierter AI Button mit integriertem Google Gemini und Gemini Live
  • Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit KI-Hochskalierung und Frame Generation für Spiele über GPU und NPU

Das KI-Kamera-Flaggschiff, ein halbes Jahr nach dem Start

HONOR hat die Magic8-Serie am 15. Oktober 2025 in Shenzhen vorgestellt und das Pro am 8. Januar 2026 von London aus international nachgereicht. Auf die Reise ging nur das Pro: Das Basismodell Magic8 hat China nie verlassen. Deutschland folgte am 15. Januar; inzwischen verkauft HONOR das Smartphone in weiten Teilen Europas, in der Golfregion und im asiatisch-pazifischen Raum.

HONOR positioniert das Gerät als „AI Camera Flagship“, und das Versprechen ist schnell erzählt: mehr Kamera und mehr Akku, als derzeit in einem Magic im klassischen Barrenformat möglich ist – plus ein regionaler Unterschied, den europäische Käufer schwarz auf weiß vorgelegt bekommen sollten.

Das KI-Kamera-Flaggschiff, ein halbes Jahr nach dem Start

Design und Verarbeitung: leichter, als der Akku vermuten lässt

Mit 161,2 × 75,0 × 8,32 mm und 219 g fällt das Magic8 Pro kleiner und leichter aus als sein Vorgänger und trägt dabei einen deutlich größeren Akku. Die Front schützt HONORs NanoCrystal Shield-Glas, dem SGS ein 5-Sterne-Zertifikat für Sturzfestigkeit ausgestellt hat.

Bei der Robustheit zieht das Smartphone leise an der Konkurrenz vorbei: Neben IP68 (es übersteht dauerhaftes Untertauchen in Süßwasser) und IP69 hat HONOR IP69K ergänzt – den Standard ISO 20653 für Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. Beim Magic7 Pro war bei IP69 Schluss.

Global stehen die Farben Sunrise Gold, Sky Cyan und Black zur Wahl; die vierte Farbe, Snow White, bleibt China vorbehalten. Die große runde Kamerainsel sitzt genau mittig auf der Rückseite, sodass das Telefon plan auf dem Schreibtisch aufliegt und beim Tippen nicht kippelt, anders als die Spitzenmodelle von Samsung oder Apple mit ihrem Höcker in der Ecke.

Design und Verarbeitung: leichter, als der Akku vermuten lässt

Display: 6.000 Nits und Zertifikate fürs Auge

Das 6,71-Zoll-LTPO-OLED löst mit 2808 × 1256 auf und taktet adaptiv zwischen 1 und 120 Hz. HONOR gibt eine HDR-Spitzenhelligkeit von 6.000 Nits an, 1.800 Nits vollflächig und 4.000 Nits auf einem 20-Prozent-Fenster, dazu PWM-Dimming mit 4.320 Hz und 1 Nit als Minimum für die Nacht.

Als erstes Smartphone überhaupt trägt es zudem die Zertifizierung Full Care Display 5.0 des TÜV Rheinland, die HONORs Komfortfunktionen fürs Auge bündelt: AI Defocus, Circular Polarized Display 2.0 und einen zirkadianen Nachtmodus.

Leistung: Snapdragon 8 Elite Gen 5

Wie jedes relevante Flaggschiff des Jahrgangs 2026 setzt das Magic8 Pro auf Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 (zwei Prime-Kerne mit 4,6 GHz, Adreno 840). HONORs eigene Zutat ist eine als „Branchenpremiere“ beworbene heterogene GPU-NPU-Pipeline, die Spiele hochskaliert: Aus mit 850p bei 60 fps gerendertem Material sollen laut HONOR 1080p bei 120 fps werden.

Europa bekommt genau eine Konfiguration: 12 GB + 512 GB. Die Variante mit 16 GB + 1 TB existiert, wird von HONOR offiziell aber nur in China und der Golfregion verkauft.

Akku: drei offizielle Werte, ein europäischer Unterschied

Diesen Abschnitt wird HONORs Marketing nie plakatieren, auf den eigenen Datenblättern steht er trotzdem: Das Magic8 Pro hat drei verschiedene offizielle Akkukapazitäten, je nachdem, wo man es kauft.

  • China: 7.200 mAh typisch (7.020 mAh Nennwert)
  • Globales Datenblatt: 7.100 mAh typisch (6.920 mAh Nennwert)
  • EU- und UK-Handelsgeräte: 6.270 mAh typisch (6.090 mAh Nennwert), so unmissverständlich auf HONORs UK-Datenblatt vermerkt; derselbe Wert findet sich auch in deutschen und spanischen Store-Einträgen

Die Kürzung für Europa hat HONOR öffentlich nicht erklärt. Die in der Branche kursierende Begründung ist das Transportrecht: Lithiumzellen oberhalb bestimmter Wattstunden-Grenzen gelten in der Luftfracht als Gefahrgut und brauchen pro Markt zusätzliche Zertifizierungen, weshalb Hersteller in Europa stillschweigend eine konservativere Zelle ausliefern. Offiziell bestätigt hat das allerdings kein Hersteller, auch HONOR nicht. Trotzdem gilt: 6.270 mAh Silizium-Karbon-Zelle (15 % Siliziumanteil) sind 420 mAh mehr, als das Magic7 Pro an Bord hatte, und bequem mehr, als die offiziellen Datenblätter eines Galaxy S26 Ultra (5.000 mAh) oder eines iPhone 17 Pro Max ausweisen – und das alles bei 219 g. Der globale Wert von 7.100 mAh zählt zu den allergrößten in einem aktuellen Flaggschiff, praktisch gleichauf mit den 7.050 mAh des OPPO Find X9 Ultra. Diese Parität übersteht die Reise nach Europa jedoch nicht: In der EU und in UK kommen das X9 Ultra (7.050) und das vivo X300 Ultra (6.600) mit voller Kapazität in den Handel, beide halten auf dem Papier also länger durch als das europäische Magic8 Pro.

Geladen wird für ein Smartphone im klassischen Barrenformat richtig schnell: 100 W per Kabel (China bekommt 120 W) und 80 W kabellos – kabellos damit schneller, als es viele Konkurrenten mit Kabel schaffen. Obendrein lädt es kabellos zurück, um Earbuds oder eine Smartwatch auf der Rückseite aufzufrischen, dazu 5 W zurück per Kabel. Das Ladepad ist separat erhältlich; in China liegen das 120-W-Netzteil und eine Hülle bei, EU- und UK-Boxen kommen dagegen, wie in Europa inzwischen üblich, ohne Ladegerät.

Kameras: das 200-MP-Ultra-Night-Periskop ist die Schlagzeile

Das runde AiMAGE-Modul ist der Grund, warum es dieses Smartphone überhaupt gibt, und HONOR widmet ihm die halbe eigene Produktseite. Im Mittelpunkt steht das 200-MP-Ultra-Night-Periskop-Teleobjektiv (f/2,6, 1/1,4″-Sensor, 3,7-facher optischer Zoom bei 85 mm, OIS, bis zu 200-fach digital) mit Stabilisierung von 6,5 Blendenstufen nach CIPA, die eine gezoomte Aufnahme aus der Hand auch bei längerer Belichtung scharf hält; die lichtstarke Blende f/2,6 und der große Sensor sammeln mehr Licht als ein gewöhnliches Tele, sodass Zoom-Aufnahmen nach Einbruch der Dunkelheit sauberer bleiben – daher „Ultra Night“. Mit 1/1,4″ ist das einer der größten Tele-Sensoren in einem Smartphone: der Zoom mit dem größten Sensor, nicht der mit der größten Reichweite. Seine 3,7-fach (85 mm) wirken bescheiden neben dem mechanisch zoomenden 75–100-mm-Leica-Objektiv des Xiaomi 17 Ultra, das ein 400-mm-Äquivalent erreicht und weit entfernte Details deutlich näher heranholt. Die 50-MP-Ultra-Night-Hauptkamera (f/1,6, 1/1,3 Zoll, OIS) trägt dieselbe CIPA-Wertung von 6,5 Stufen – zwei derart gut stabilisierte Kameras in einem Smartphone sind die eigentliche Ansage des Moduls; ein 50-MP-Ultraweitwinkel (f/2,0, 122°) bekommt eine ganze Szene aufs Bild und fokussiert ab 2,5 cm für Makro.

Vorn sitzt eine 50-MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit 3D-Tiefensensor für die sichere 3D-Gesichtsentsperrung, die das Magic8 Pro zusammen mit dem 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor in HONORs Worten zum „einzig wahren“ Smartphone macht, das beides bietet. Bei Video ist hinten bei 4K mit 120 fps Schluss, vorn bei 4K.

Software: MagicOS 10, ein AI Button und sieben Jahre Updates

Das Magic8 Pro läuft ab Werk mit MagicOS 10 auf Basis von Android 16, und im Rahmen von HONORs ALPHA PLAN bestätigt der deutsche Store sieben Jahre Android-OS- und Sicherheitsupdates für EU-Geräte. Im Mai 2026 gehörte es zudem zu den ersten Smartphones mit der Android 17 Beta 3 für Entwickler – ein gutes Zeichen, dass die Zusage belastbar ist.

Ein dedizierter, individuell belegbarer AI Button am Rahmen startet Google Gemini und Gemini Live (drei Monate Google AI Pro liegen bei), und MagicOS ergänzt HONORs eigene Agenten: AI Screen Suggestions, einen AI Photos Agent mit Radierer und Outpainting sowie KI-Deepfake-Erkennung und KI-Stimmklon-Erkennung für Anrufe.

Chinas Software-Aushängeschild, der selbstlernende YOYO-Agent, hat es nicht in den Westen geschafft, ebenso wenig wie die BeiDou-Satellitenkommunikation, die selbst in China dem 1-TB-Modell vorbehalten ist.

Preis und Verfügbarkeit in Europa

Das Magic8 Pro ist seit Mitte Januar 2026 in Europa erhältlich, in einer Konfiguration (12 GB + 512 GB) und drei Farben:

  • UVP: 1.299,90 € (Deutschland, Italien; 1.299 € in Spanien) bzw. 1.099,99 £ im Vereinigten Königreich
  • Was HONOR derzeit tatsächlich verlangt: In Frankreich kostet es regulär 999,90 €; Deutschland zieht mit einem Gutscheincode gleich (bis 1. Juli); der UK-Store fährt bis zum 15. Juni eine Aktion zu 949,99 £
  • Die meisten Stores legen Beigaben obendrauf; in Deutschland kommen aktuell ein Tablet und Earbuds im Wert von rund 410 € hinzu

Dass der Straßenpreis fünf Monate nach dem Start rund 300 € unter der UVP liegt, macht das Magic8 Pro zu einem der am aggressivsten rabattierten Flaggschiffe dieser Generation.

Preis und Verfügbarkeit in Europa

Video-Review

HONOR Magic 8 Pro: BEST VALUE Flagship Phone of 2025?! RM4599 with FREE Insta360!

Lim Reviews

Die wichtigsten Daten

Hauptdisplay
6.71″ LTPO OLED
Chipsatz
Snapdragon 8 Elite Gen 5
Akku
7100 mAh
Teleobjektiv
200 MP Periskop 3.7× optisch
IP-Zertifizierung
IP68 + IP69 + IP69K
Kabelgebundenes Laden
100 W
Alle Spezifikationen

Das gefällt uns

  • 200-MP-Periskop-Tele mit 1/1,4″-Sensor, einer der größten Tele-Sensoren in einem Smartphone
  • Großer Silizium-Karbon-Akku selbst in der EU-Ausführung (6.270 mAh), dazu 100 W per Kabel und 80 W kabellos
  • Erstes Magic mit dreifachem Schutz nach IP68 + IP69 + IP69K
  • 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor plus 3D-ToF-Gesichtsentsperrung in einem Gerät
  • Helles 6,71-Zoll-LTPO-Display mit ernstzunehmender Augenkomfort-Zertifizierung
  • Sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates in der EU (ALPHA PLAN)
  • Straßenpreis in HONORs eigenen Stores schon rund 300 € unter der UVP

Das könnte besser sein

  • EU- und UK-Geräte tragen offiziell 6.270 mAh statt der 7.100/7.200 mAh anderer Märkte, und HONOR sagt nicht, warum
  • In Europa kommen rivalisierende Flaggschiffe mit voller Akkukapazität in den Handel und halten so länger durch als die beschnittene Europa-Zelle
  • Der optische Zoom reicht nur bis 3,7-fach (85 mm); dedizierte Periskop-Rivalen kommen deutlich weiter
  • Variante mit 16 GB + 1 TB wird in Europa nicht verkauft
  • In der UK-Box liegt kein Ladegerät (China legt eines mit 120 W bei)
  • Die Farbe Snow White und die BeiDou-Satellitenkommunikation bleiben China vorbehalten

Fazit

Das Magic8 Pro ist HONORs rundestes Flaggschiff im klassischen Barrenformat: Das 200-MP-Ultra-Night-Periskop bringt einen der größten Tele-Sensoren überhaupt in ein Smartphone, die IP69K-Einstufung ist eine Premiere für die Reihe, und der Akku übertrifft selbst in der beschnittenen Europa-Ausführung die offiziellen Werte der größten Mainstream-Flaggschiffe. Zwei Einschränkungen bleiben. Die europäische Akku-Kürzung ist der Wermutstropfen: Europa zahlt Flaggschiff-Preise für messbar weniger Akku als der Rest der Welt – genug, dass die Konkurrenz hier länger durchhält – und HONOR erklärt nie, warum. Und der Zoom ist um die Sensorgröße herum gebaut, nicht um die Reichweite: Wer reine Distanz sucht, kommt mit dedizierten Periskop-Rivalen deutlich weiter. Zum aktuellen Straßenpreis von rund 999 € ist die Rechnung allerdings eindeutig: Gemessen am Verhältnis von Preis und Leistung ist das gerade eines der besten Smartphones, die man kaufen kann, denn nichts sonst paart diese Zoom-Hardware mit diesem Akku für weniger Geld.

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Quellen

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