Huawei Pura X Max: das erste breit faltbare Smartphone der Welt ist eine wunderbare Idee, die man außerhalb Chinas nicht kaufen kann
Von Peak Phones · Veröffentlicht
Die Highlights: ein brandneues Faltformat
- Das erste breit faltbare Smartphone der Welt — es klappt entlang der kurzen Seite und öffnet sich zu einem 1,4:1, papierförmigen 7,7-Zoll-Tablet, nicht zu einer weiteren hohen Buchfaltung
- Eine wirklich neue Form — aufgeklappt 166,5 mm breit, nur 5,2 mm dünn, 229 g, mit einem 5,4-Zoll-Cover-Display zur einhändigen Bedienung
- Zwei LTPO-2.0-OLEDs — sowohl das innere 7,7″ als auch das 5,4″ Cover laufen mit 1–120 Hz, 1.440 Hz PWM-Dimmung und einer Milliarde Farben
- 50-MP-Hauptkamera mit variabler Blende — eine echte 10-stufige physische Blende von F1.4 bis F4.0, mit RYYB-Sensor und OIS
- 50-MP-Periskop, 3,5× optisch — bis zu 7× in optischer Qualität und 100× digital, Red-Maple-Farben (XMAGE) der zweiten Generation
- Kirin 9030 Pro — Huaweis hauseigener Flaggschiff-Chip für 2026, insgesamt rund 30 % schneller als das Pura X
- 5.300 mAh, 66 W kabelgebunden + 50 W kabellos — dazu kabelloses Reverse-Laden, mit dem SuperCharge-Netzteil noch im Karton
- HarmonyOS 6.1 (HarmonyOS NEXT) — reines Huawei-System mit Unterstützung für den M-Pen 3 Mini; die Collector's Edition ergänzt BeiDou-Satellitennachrichten
- Ab ¥10.999 — nur China — es gibt keine globale Version, und es läuft keine einzige Android-App und kein Google-Dienst darauf
Ein Foldable, das andersherum klappt — und in China bleibt
Jedes Foldable, das Ihnen einfällt, klappt entlang der langen Seite: ein hohes Handy, das sich zu einem noch höheren, schmaleren Buch öffnet. Am 20. April 2026 machte Huawei genau das Gegenteil. Das Pura X Max klappt entlang der kurzen Kante, öffnet sich also breiter statt höher — zu einem fast quadratischen 1,4:1-'Papierformat'. Huawei nennt die Kategorie '阔折叠' (breit faltbar), und soweit wir das überblicken, ist es das erste Handy seiner Art, das je verkauft wurde. In China kam es am 25. April in den Handel.
Das ist das Originellste, was Faltgeräten seit den ersten Buchmodellen passiert ist, und Huawei verdient echte Anerkennung dafür, eine neue Idee auf den Markt zu bringen statt eines weiteren, einen Millimeter dünneren Klons. Zusammengeklappt ist es ein kompakter, fast quadratischer Block, den Sie auf dem 5,4-Zoll-Cover-Display einhändig bedienen können; aufgeklappt ist es ein kleines, breites Tablet, das für Video, Karten und zwei Apps nebeneinander weit besser geformt ist als die hohen, schmalen Innendisplays der Buchfaltungen.
Es gibt allerdings einen Haken von der Größe eines Kontinents. Das Pura X Max ist ein Gerät nur für den chinesischen Markt. Es läuft mit HarmonyOS NEXT — Huaweis eigenem Betriebssystem ohne Android-App-Unterstützung und ohne Google-Dienste — auf einem hauseigenen Kirin-Chip, und Huawei hat keinen internationalen Marktstart angekündigt. Für Käufer in China ist es ein Flaggschiff mit einer einzigartigen Form. Für alle, die das hier anderswo lesen, ist es vorerst das interessanteste Handy, das man nicht haben kann.

Design und Verarbeitung: ein 1,4:1-Block, der sich seitlich öffnet
Die Zahlen erklären das Format besser als Worte. Zusammengeklappt misst das Pura X Max 120 × 85 × 11,2 mm — kurz, breit und bei 11,2 mm ehrlich gesagt klobig, weil es im Grunde ein breiter, in der Mitte gefalteter Block ist. Klappt man es auf, dehnt es sich auf 120 × 166,5 mm und verschlankt sich auf nur 5,2 mm, bei rund 229 g. Der Kompromiss ist also klar: zusammengeklappt ist es dicker als eine Buchfaltung, aufgeklappt aber ungewöhnlich dünn und ganz anders geformt.
Den Faltmechanismus baute Huawei rund um die sogenannte Xuanwu-Faltarchitektur mit einem Scharnier aus 'Raketenstahl', einer zweiten Generation Kunlun-Glas auf dem Cover und einem UTG-Innendisplay. Die Robustheit ist ein echtes Highlight: Das Pura X Max trägt zugleich die Schutzarten IP58 und IP59 — IP58 deckt dauerhaftes Eintauchen in Süßwasser über einen Meter ab, IP59 ergänzt die Beständigkeit gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. Das ist ein bemerkenswert vollständiger Wasserschutz für ein Faltgerät, geschweige denn für ein brandneues Format; Foldables sind normalerweise die am wenigsten wasserdichten Handys, die man kaufen kann. Der einzige ehrliche Vorbehalt ist die '5': Sie bedeutet, dass das Handy gegen das Eindringen von Staub geschützt, aber nicht vollständig staubdicht ist wie ein IP6X-Gerät.
Fünf Farben starten gemeinsam: Interstellar Blue, Vibrant Orange, Absolute White, Olive Gold und Phantom Black.

Displays: zwei 1,4:1-OLEDs, beide LTPO 2.0
Das Innendisplay ist ein 7,7-Zoll-Falt-OLED mit 2584 × 1828 in diesem markanten 1,4:1-Verhältnis — denselben Proportionen wie ein Blatt Papier der A-Reihe, und genau darum geht es: Dokumente, Bücher und Webseiten wirken darauf natürlich, und zwei Apps finden bequem nebeneinander Platz. Es ist ein LTPO-2.0-Panel mit 1 bis 120 Hz, einer Milliarde Farben und HDR Vivid.
Entscheidend ist, dass auch das 5,4-Zoll-Cover-Display ein LTPO-OLED ist (1848 × 1264, ebenfalls 1,4:1), geschützt durch Kunlun-Glas der zweiten Generation und ebenfalls adaptiv von 1 bis 120 Hz — so fühlt sich das äußere Display wie ein richtiges Handy an, nicht wie ein nachträglicher Einfall. Beide Panels dimmen mit 1.440 Hz PWM, was sie flimmerfrei und bei niedriger Helligkeit augenschonender hält. Huawei druckt wie üblich keine Spitzenhelligkeitswerte ins Datenblatt, also erfinden wir auch keine — doch auf dem Papier ist das eine der vollständigsten Dual-Display-Kombinationen bei irgendeinem Foldable.

Leistung: Kirin 9030 Pro, versteckt vor aller Augen
Im Inneren steckt Huaweis hauseigener Kirin 9030 Pro, der laut Unternehmen die Gesamtleistung des Geräts um rund 30 % gegenüber dem Pura X anhebt. Hier eine erwähnenswerte Huawei-Eigenheit: Der Chipsatz ist nirgends auf Huaweis eigenem Datenblatt zu finden — eine Gewohnheit aus der Sanktionsära — obwohl Huawei den 9030 Pro auf der Bühne bestätigt hat. Wir haben ihn aufgeführt, gedruckt neben den übrigen Spezifikationen werden Sie ihn jedoch nicht sehen, was auf seine Art eine kleine Aussage über die Zeiten ist.
Der Speicher teilt sich auf zwei Varianten auf. Das Standard-Pura-X-Max kombiniert 12 GB RAM mit 256 GB oder 512 GB Speicher; die Collector's Edition (典藏版) legt auf 16 GB mit 512 GB oder 1 TB nach. Einen microSD-Slot gibt es nicht. Benchmarks sind hier eigentlich nicht das Thema — das Format ist es — doch für ein heimisches Flaggschiff ist der Kirin 9030 Pro eine selbstbewusste, moderne Plattform.
Akku und Laden: 5.300 mAh und ein Ladegerät im Karton
Für ein Gerät, das aufgeklappt 5,2 mm dünn ist, ist der 5.300-mAh-Akku (5.150 mAh nominell) ein wirklich gutes Ergebnis — größer, als es etliche dünnere Buchfaltungen schaffen. Das Laden ist außerdem ordentlich schnell: 66 W kabelgebunden per Huawei SuperCharge, starke 50 W kabellos per SuperCharge, die die kabelgebundenen Geschwindigkeiten vieler Konkurrenz-Flaggschiffe übertreffen, und kabelloses Reverse-Laden für Kopfhörer und Uhren.
Und weil dies ein Handy für den chinesischen Markt ist, liegt das SuperCharge-Netzteil noch im Karton — kein Suchen nach einem separaten Ladegerät, wie es Käufer in der EU heute tun müssen.

Kameras: eine 10-stufige variable Blende und ein 3,5×-Periskop
Dies ist ein Pura, also dreht sich alles ums Fotografieren — und das merkt man. Das rückseitige System baut auf Huaweis Red-Maple-Originalfarbsensoren (红枫) der zweiten Generation mit XMAGE-Verarbeitung auf, und das Spitzenobjektiv ist etwas Besonderes.
Die 50-MP-Hauptkamera nutzt eine echte 10-stufige physische variable Blende, stufenlos verstellbar von einer sehr lichtstarken F1.4 bis hin zu F4.0 — eine echte mechanische Blende, kein Software-Trick — auf einem RYYB-Sensor mit OIS. Kaum ein Handy auf dem Markt bietet eine stufenlos variable physische Blende; hier können Sie sie für Nachtaufnahmen ganz öffnen oder auf F4.0 abblenden, um echte optische Schärfentiefe zu steuern. Es ist die beeindruckendste Einzelkomponente auf dem Datenblatt.
Das 50-MP-Periskop-Tele (F2.2, RYYB, OIS) deckt 3,5× optisch ab, reicht bis 7× in optischer Qualität und erreicht am äußersten Ende 100× digital. Ein 12,5-MP-Ultraweitwinkel (F2.2, ebenfalls RYYB) rundet das hintere Trio ab. Fotos gehen bis 8192 × 6144, und Video endet bei 4K — leistungsfähig, wenn auch nicht die 8K, denen manche Rivalen inzwischen nachjagen. Für Selfies gibt es zwei Kameras — 8 MP auf dem Cover (F2.4) und 8 MP auf dem Innendisplay (F2.2) — und der Clou des breit faltbaren Formats besteht darin, dass Sie das Handy umdrehen und das große Cover-Display als Live-Sucher für die weit besseren rückseitigen Kameras nutzen können.

Software: HarmonyOS NEXT — das Beste und das Schlechteste daran
Das Pura X Max läuft mit HarmonyOS 6.1, also HarmonyOS NEXT — Huaweis von Grund auf neu entwickeltem Mikrokernel-Betriebssystem. Das ist das mit Abstand Wichtigste, was man über das Handy verstehen muss. HarmonyOS NEXT hat überhaupt keinen Android-Unterbau: Es läuft nur mit nativen HarmonyOS-Apps, ohne Google-Dienste, ohne Play Store und ohne die Möglichkeit, Android-APKs per Sideload zu installieren.
Innerhalb Chinas, wo der HarmonyOS-App-Katalog inzwischen tief ist und das System schnell und eng verzahnt arbeitet, ist das eine Stärke — und Huawei ergänzt seinen Xiaoyi-Assistenten, KI-Bildgenerierung direkt auf dem Gerät, einen Reiseassistenten und volle Unterstützung für den HUAWEI M-Pen 3 Mini auf dem großen Display. Außerhalb Chinas ist es der K.-o.-Punkt: Ohne Google-Dienste oder Android-Apps wäre ein importiertes Gerät für die meisten Leser hier weit weniger nützlich, und wir tun nicht so, als wäre es anders.
Ein schöner regionaler Unterschied, den man kennen sollte: Die Collector's Edition ergänzt BeiDou-Satellitennachrichten (Huawei-Nachrichten plus BeiDou-Satelliten-SMS des Mobilfunkanbieters), sodass Sie auch ohne Mobilfunksignal eine Nachricht senden können — während das Standardmodell überhaupt keine Satellitenfunktionen hat.

Preis und Verfügbarkeit: ab ¥10.999, und nur in China
Das Pura X Max startete in China bei ¥10.999 — rund 1.510 $ / 1.400 € zu den heutigen Wechselkursen, vor lokalen Steuern — für das Standardmodell mit 12 GB + 256 GB. Die Collector's Edition mit 16 GB RAM, bis zu 1 TB Speicher und der Hardware für Satellitennachrichten liegt darüber.
Die wichtige Zeile ist die kurze: Es gibt keine globale Version. Huawei hat keinen internationalen Marktstart angekündigt, und HarmonyOS NEXT — ohne Android-Apps oder Google-Dienste — macht eine westliche Veröffentlichung ohnehin unwahrscheinlich. Wir aktualisieren diesen Artikel in dem Moment, in dem Huawei irgendetwas dazu sagt, dieses breit faltbare Format ins Ausland zu bringen. Und wir hoffen aufrichtig, dass es das tut, denn ein so originelles Format verdient ein größeres Publikum als ein einziges Land.





Die wichtigsten Daten
- Hauptdisplay
- 7.7″ + 5.4″ LTPO OLED
- Chipsatz
- Kirin 9030 Pro
- Akku
- 5300 mAh
- Hauptkamera
- 50 MP F1.4–F4.0 variable
- Teleobjektiv
- 50 MP periscope · 3.5× optical
- IP-Zertifizierung
- IP58 + IP59
Das gefällt uns
- Ein wirklich neues Faltformat — das 1,4:1-Breit-Foldable öffnet sich seitlich zu einem 7,7-Zoll-Tablet im Papierformat
- Echte 10-stufige physische variable Blende (F1.4–F4.0) an der 50-MP-Hauptkamera — selten bei irgendeinem Handy
- 50-MP-Periskop mit 3,5× optisch, bis zu 7× in optischer Qualität und 100× digital
- Zwei LTPO-2.0-OLEDs (1–120 Hz) mit 1.440 Hz PWM-Dimmung und einer Milliarde Farben
- Aufgeklappt nur 5,2 mm dünn, mit 66 W kabelgebundenem + 50 W kabellosem Laden und einem Ladegerät im Karton
- Hauseigener Kirin 9030 Pro, insgesamt rund 30 % schneller als das Pura X
Das könnte besser sein
- Nur China — es gibt keinen globalen Marktstart, und kein Anzeichen dafür
- HarmonyOS NEXT führt keine Android-Apps und keine Google-Dienste aus
- Klobige 11,2 mm zusammengeklappt, und Huawei druckt den Chipsatz weiterhin nicht auf das eigene Datenblatt
- Video endet trotz des starken Fokus aufs Fotografieren bei 4K
- Satellitennachrichten bleiben der teureren Collector's Edition vorbehalten
- Strikt ein heimisches Gerät — ein importiertes Exemplar erhält im Ausland weder Garantie noch App-Store-Unterstützung
Fazit
Das Pura X Max ist das Originellste, was Foldables seit den ersten Buchmodellen passiert ist — ein 1,4:1-Block, der entlang der kurzen Seite klappt und sich zu einem Tablet im Papierformat öffnet, gebaut rund um eine wirklich besondere Kamera mit 10-stufiger variabler Blende. Als Stück Hardware-Engineering ist es ein Genuss, und Huawei verdient echte Anerkennung dafür, einen neuen Formfaktor zu liefern statt einer weiteren dünnen Buchfaltung. Der Haken ist riesig und unausweichlich: Es existiert nur in China, läuft ausschließlich mit HarmonyOS NEXT ohne Android-Apps oder Google-Dienste, und Huawei hat keine Pläne für einen globalen Marktstart angekündigt. Für Käufer in China ist es ein Flaggschiff mit einer einzigartigen Form und einem der besten Kamerasysteme auf dem Markt; für alle, die das hier anderswo lesen, ist es das interessanteste Handy, das man nicht haben kann — und ein starker Hinweis darauf, wohin sich Faltdisplays als Nächstes entwickeln könnten.
Huawei Pura X Max
tradingshenzhen.com
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Quellen
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