Galaxy Z TriFold: Samsungs 10-Zoll-Dreifachfalter war real, grandios — und ist schon ausverkauft
Von Peak Phones · Veröffentlicht
Highlights: Das ist wirklich neu
- Samsungs erstes dreifach faltbares Smartphone — ein 10-Zoll-QXGA+-Display, der größte Bildschirm, den es je in einem Galaxy gab, faltet sich zweimal zu einem 75 mm schmalen Telefon
- Panels mit nur 3,9 mm Dicke — gleich drei davon, plus zwei unterschiedlich große Armor FlexHinges mit Doppelschienen in Titangehäusen
- Erstes Smartphone mit Standalone-Samsung-DeX: bis zu vier Desktop-Arbeitsbereiche mit je fünf Apps, ganz ohne Monitor
- 5.600-mAh-Akku mit drei Zellen — eine pro Panel, der größte Akku aller Samsung-Foldables
- 200-MP-Hauptkamera, übernommen von den Ultra-Flaggschiffen
- Nach innen faltendes Design schützt das Hauptdisplay, ein Auto-Alarm warnt vor falschem Falten
- Eine echte limitierte Auflage: fünf Launch-Märkte, eine Farbe — und binnen Monaten offiziell ausverkauft
Die Form der Zukunft — für ein paar Monate, in fünf Ländern
Samsung enthüllte das Galaxy Z TriFold am 2. Dezember 2025: Verkaufsstart in Korea am 12. Dezember, danach ein langsamer Rollout nach China, Taiwan, Singapur, in die VAE und schließlich am 30. Januar 2026 in die USA, zum Preis von 2.899 $. Nachdem Huawei das Konzept vorgemacht hatte, war dies der Moment, in dem der Trifold-Formfaktor aufhörte, eine chinesische Exklusivität zu sein — ein Meilenstein für die gesamte Branche und sehr wahrscheinlich die Silhouette, auf die sich normale Smartphones zubewegen werden, sobald die Preise nicht mehr absurd sind.
Es war zugleich ganz explizit ein Ingenieurs-Statement und kein Volumenprodukt: eine Farbe (Crafted Black), zwei Speicherkonfigurationen, fünf Märkte — und Samsungs eigener US-Store beschreibt es inzwischen als das „Galaxy Z TriFold in limitierter Auflage“, das „nun komplett ausverkauft“ ist. Europa stand nie auf der Liste. Wir berichten trotzdem, denn dieses Telefon ist der bislang klarste Blick darauf, wohin sich die Kategorie entwickelt.

Design und Verarbeitung: drei 4-Millimeter-Handys im Trenchcoat
Zusammengefaltet ist das TriFold ein Telefon mit normaler Grundfläche von 159,2 × 75,0 mm — mit 12,9 mm zwar dick, doch das sind drei gestapelte Panels von jeweils nur 3,9 bis 4,2 mm. Aufgefaltet wächst es auf 214,1 mm Displaybreite. Mit 309 g spürt man es in der Hosentasche deutlich — auf dem Tisch verschwindet es dagegen fast.
Die Mechanik ist die eigentliche Show: Zwei unterschiedlich große Armor FlexHinges mit Doppelschienen-Konstruktion falten das innere Display nach innen — geschützt, anders als beim nach außen faltenden Huawei-Rivalen — und sitzen in Scharniergehäusen aus Titan, dazu kommen ein Rahmen aus Advanced Armor Aluminum und eine Rückseite aus Keramik-Glasfaser-Polymer. Vorn schützt Gorilla Glass Ceramic 2, und ein Auto-Alarm warnt, wenn man die Panels in der falschen Reihenfolge faltet. Die flexiblen Platinen jedes einzelnen Geräts durchlaufen in der Produktion eine CT-Prüfung.
Die Schutzklasse lautet IP48: voller Schutz bei 1,5 m Wassertiefe, aber nur gegen Fremdkörper ab 1 mm Größe — wie bei jedem Multi-Fold bisher bleibt Feinstaub das ungelöste Problem dieses Formfaktors.

Displays: zehn Zoll für die Hosentasche
Der Star ist das 10,0-Zoll-Dynamic-AMOLED-2X-Hauptdisplay (2160 × 1584, 269 ppi) — praktisch drei 6,5-Zoll-Smartphones nebeneinander, mit adaptiven 1–120 Hz und bis zu 1.600 Nits dank Vision Booster. Samsungs Display-Erbe zeigt sich in der minimierten Faltenbildung: zwei Knicklinien, von denen keine den Inhalt so stört, wie es Foldables der ersten Generation taten.
Zugeklappt nutzt man ein völlig konventionelles 6,5-Zoll-Cover-Display im 21:9-Format (2520 × 1080, 422 ppi), das mit 2.600 Nits sogar heller leuchtet — die Telefon-Seite ist wirklich telefon-typisch, von außen ist kein Kompromiss zu sehen.
Performance: ein Desktop in den Schnelleinstellungen
Der Chip ist der Snapdragon 8 Elite for Galaxy — das 3-nm-Flaggschiff von Anfang 2025 und damit eine Generation hinter dem Elite Gen 5, der die S26-Serie antreibt; eine Folge der langen Entwicklungszeit des TriFold. Mit serienmäßig 16 GB RAM fühlt er sich nie knapp an, aber wer Datenblätter liest, sollte wissen, welche Generation er kauft.
Die Software liefert das Argument, das das Silizium nicht liefern muss: Das TriFold ist das erste Smartphone mit Standalone-Samsung-DeX — kein externer Monitor erforderlich. Die Schnelleinstellungen öffnen eine vollwertige Desktop-Umgebung mit bis zu vier Arbeitsbereichen à fünf Apps, der Extended Mode bindet einen externen Monitor als echten Zweitbildschirm ein, und mit Bluetooth-Maus und -Tastatur wird daraus ehrlich gesagt die portabelste Workstation, die je verkauft wurde.
Akku und Laden: drei Zellen, eine pro Panel
Samsung löste das Gewichtsproblem des Trifold-Designs, indem es den 5.600-mAh-Akku auf drei Zellen aufteilte, eine pro Panel — der größte Akku aller Samsung-Foldables, so austariert, dass das Gerät aufgefaltet nicht kippt.
Beim Laden bleibt es die vertraute Samsung-Geschichte: 45 W kabelgebunden (50 % in rund 30 Minuten), 15 W kabellos plus Wireless PowerShare. Gegen die Silizium-Karbon-Zellen mit über 6.000 mAh und 80–100 W Ladeleistung der chinesischen Foldables wirkt das konservativ — der eine Spec-Bereich, in dem der Ehrgeiz des TriFold zu Hause geblieben ist.
Kameras: der 200-MP-Sensor des Ultra, dreifach gefaltet
Samsung widerstand dem üblichen Foldable-Kamera-Downgrade: Die Hauptkamera ist eine 200-MP-Weitwinkel (f/1.7, OIS, 2-fach-Zoom in optischer Qualität dank Adaptive-Pixel-Sensor) — dieselbe Auflösungsklasse wie bei den Ultra-Modellen. Dazu kommen ein 10-MP-Teleobjektiv mit 3-fach-Zoom (30-fach Space Zoom) und ein 12-MP-Ultraweitwinkel mit Dual-Pixel-Autofokus.
Jeder Zustand bekommt eine eigene 10-MP-Selfie-Kamera — eine im Cover-Display, eine im Hauptbildschirm mit breiterem 100°-Sichtfeld für Gruppenanrufe auf der großen Fläche. Mit dem 10-Zoll-Display als Sucher fühlen sich Fotodurchsicht und Bearbeitung eher nach Tablet-Workflow an als nach Smartphone.

Software: Galaxy AI mit Platz zum Atmen
Das TriFold läuft mit Android 16 und One UI 8, und sein Multi-Window-Modell nutzt die Breite richtig aus: drei vollwertige Hochformat-Apps nebeneinander, frei anpassbare Layouts und eine Taskleiste, die das ganze Arrangement mit einem Tipp wiederherstellt. Eigene Dateien, Samsung Health und die Kern-Apps wurden für die 10-Zoll-Fläche neu gestaltet.
Galaxy AI skaliert mit dem Bildschirm — Photo Assist zeigt Vorher und Nachher nebeneinander, Browsing Assist fasst Seiten direkt neben dem Original zusammen, und Gemini Live mit Kamera- oder Bildschirmfreigabe macht das aufgeklappte Gerät zu einem multimodalen Assistenten, der drei Apps Kontext auf einmal sieht. Käufer bekamen außerdem sechs Monate Google AI Pro mit 2 TB Speicher — und einen exklusiven, einmaligen Rabatt von 50 % auf Display-Reparaturen, ein erfrischend ehrliches Extra für einen Scharniermechanismus der ersten Generation.
Preis und Verfügbarkeit: jetzt ein Sammlerstück
Das Galaxy Z TriFold startete in den USA für 2.899 $ (16 GB + 512 GB, ≈ 2.470 € vor Steuern) und zu vergleichbaren Preisen in Korea, China, Taiwan, Singapur und den VAE. Europa war nie Teil des Rollouts — die übliche Branchen-Erklärung für limitierte Launches ist der Zertifizierungsaufwand pro Markt bei neuartiger Hardware, doch kein Hersteller, Samsung eingeschlossen, hat Details offiziell bestätigt.
Mitte 2026 wird Samsungs eigene Produktseite deutlich: Das Galaxy Z TriFold in limitierter Auflage ist komplett ausverkauft. Wer noch irgendwo ein neues Exemplar in der Schublade findet, hält ein Gerät, das vermutlich im Wert gestiegen ist. Für alle anderen war das eigentliche Produkt des TriFold der Beweis — dass sich ein 10-Zoll-Telefon bauen, verkaufen und lieben lässt. Es würde uns wundern, wenn diese Silhouette nicht zurückkehrt.
Die wichtigsten Daten
- Hauptdisplay
- 10.0″ + 6.5″ AMOLED 2X
- Chipsatz
- Snapdragon 8 Elite for Galaxy
- Akku
- 5600 mAh, 3-cell
- Abmessungen (gefaltet)
- 12.9 mm
- Hauptkamera
- 200 MP
- IP-Zertifizierung
- IP48
Das gefällt uns
- 10-Zoll-Display faltet sich zu einem Telefon mit normaler Grundfläche — der größte Bildschirm, den es je in einem Galaxy gab
- Beeindruckende Ingenieursleistung: 3,9–4,2 mm dünne Panels, zwei Scharniere in Titangehäusen, geschütztes Innenfalt-Design
- Erstes Smartphone mit Standalone-Samsung-DeX — vier Arbeitsbereiche, kein Monitor nötig
- 200-MP-Hauptkamera vermeidet das übliche Foldable-Downgrade
- 5.600-mAh-Akku mit drei Zellen, clever über die Panels verteilt
- 50 % Rabatt auf Display-Reparaturen inklusive — ehrliche Versicherung für die erste Generation
Das könnte besser sein
- Offiziell ausverkauft — eine limitierte Auflage, die nach Monaten endete
- Wurde nie in Europa verkauft
- Chip der Vorgängergeneration (8 Elite, nicht Elite Gen 5)
- 45 W / 15 W Laden und IP48 liegen hinter dem Flaggschiff-Standard von 2026
- 309 g und 12,9 mm gefaltet — man spürt es
- 2.899 $ für das, was am Ende ein Proof of Concept wurde
Fazit
Das Galaxy Z TriFold ist das aufregendste Telefon, das Samsung seit Jahren gebaut hat — und zugleich eines, das man größtenteils nicht kaufen kann: ein limitiertes Ingenieurs-Statement für fünf Märkte, binnen Monaten ausverkauft und nie in Europa angekommen. Als Produkt beurteilt sind der Chip der Vorgängergeneration, das bescheidene Laden und der Preis von 2.899 $ echte Schwächen. Als Richtung beurteilt ist es der bislang stärkste Beleg dafür, dass der Trifold der nächste Mainstream-Formfaktor wird — eine 10-Zoll-Workstation mit Standalone-DeX, die tatsächlich in eine Hosentasche passt. Die Geschichte wird sich an dieses Gerät erinnern wie an das erste Galaxy Fold: nicht wegen seines Datenblatts, sondern wegen dessen, was danach kam.
Samsung Galaxy Z TriFold
mediamarkt.de
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Quellen
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